VOLTARIS intelligentes Messwesen

Wer kriegt das 450 MHz-Funknetz?

Die Herausforderung:
Immer mehr dezentrale Erzeuger und Speicher müssen sicher in das Stromnetz eingebunden, überwacht und gesteuert werden. Die dezentralen Anlagen müssen günstig, sicher, zuverlässig und flächendeckend kommunizieren. Dafür braucht es zuverlässige Kommunikationskanäle, die alle dezentral verteilten Komponenten erreichen – insbesondere bei erschwerten Bedingungen, z.B. in ländlichen Netzgebieten oder Kellerräumen.

Die aktuelle Situation:
Heute können die energiewirtschaftlichen Anforderungen nur beschränkt von den bisher verfügbaren Kommunikationsinfrastrukturen, wie beispielsweise dem öffentlichen Mobilfunk, erfüllt werden. Wir brauchen dringend Alternativen, vor allem in Hinblick auf den Smart Meter Rollout.

Die Lösung:
Das Funknetz im Frequenzbereich 450 MHz wäre die geeignete Kommunikationstechnik für das Energieinformationsnetz. Es bietet im Vergleich zu anderen Funknetzen eine bessere Gebäudedurchdringung und verfügt über eine größere Reichweite. Damit ist es die ideale Lösung, denn es erreicht auch Keller oder entlegenere Regionen. Wenn die 450-MHz-Technologie für energiewirtschaftliche Zwecke betrieben würde, könnten in dem dezidierten Netz einzelne Anwendungen priorisiert und spezifische Sicherheitsmechanismen eingesetzt werden.

 Die Vorteile:

  • Kein Konflikt mit den kommerziell genutzten Funknetzen für Massenanwendungen
  • Nutzung für den Betriebsfunk von Netzbetreibern, die im Krisenfall den Netzwiederaufbau organisieren
  • Hohe Ausbreitung, Ausfallsicherheit, Reichweite und Gebäudedurchdringung
  • Eignung als WAN-Verbindung für intelligente Messsysteme oder für verteilte Netzmanagementsysteme auch in ländlichen Regionen, die wesentlich zu Netzstabilität und Versorgungssicherheit beiträgt
  • Relativ geringe Investitionskosten, da mit wenigen Antennenstandorten eine große Abdeckung gegeben wäre

Als Gateway-Administrator würden wir die flächendeckende 450 MHz-Kommunikationsinfrastruktur sehr begrüßen. Und wir testen sie auch schon: Im SINETG-Projekt DESIGNETZ, in dem wir in zwei Teilvorhaben für den Einbau und den Betrieb der intelligenten Messsysteme zuständig sind, ist bereits ein Teststand für das 450 MHz-Funknetz installiert und produktiv.

Es bleibt spannend und abzuwarten, an wen die Bundesnetzagentur das 450 MHz Funknetz vergeben wird.

Für die schnittstellenarme, sichere Integration der neuen Prozesse hat VOLTARIS ein schlankes, mehrmandantenfähiges Frontend entwickelt

Webbasiertes Frontend vereinfacht Prozesse und Schnittstellen

Wir stehen alle in den Startlöchern, was den Smart Meter Rollout angeht. Vor allem Stadtwerke haben sich akribisch auf den Tag X vorbereitet, denn gerade sie stehen vor großen Herausforderungen. Als wären Abrechnungssystem und Energiedatenmanagement nicht genug, nein, jetzt muss auch die Smart Meter Gateway-Administration in die IT-Landschaft integriert werden. Denn die automatisierte Prozessabwicklung und Systemintegration ist – neben der Abbildung der neuen Prozesse – Voraussetzung für neue Geschäftsmodelle wie monatliche Abrechnungen oder zeit- und lastvariable Tarife.

Praktische Lösung: Frontend
Mit dem Frontend bieten wir ein innovatives Onlineportal an, über das Stadtwerke-Kunden die Stammdaten, die sie für die Inbetriebnahme der intelligenten Messsysteme benötigen, an den Gateway-Administrator (also VOLTARIS) übermitteln können. Die Dateneingabe stößt die Prozesse der Inbetriebnahme automatisch an und steuert Folgeprozesse zu externen Markteilnehmern und zum Gateway-Administrator. Echt praktisch! Und um sicher zu gehen, dass die Inbetriebnahme geklappt hat, erfolgt eine Rückmeldung. Das ist besonders für kleinere und mittlere Stadtwerke interessant, die so nicht noch extra ein aufwändiges Schnittstellenprojekt aufsetzen müssen.

Doch das ist noch nicht alles
Das Frontend steuert auch Entstörungsprozesse: Der Gateway-Administrator (also wieder VOLTARIS) erkennt automatisch, wenn es Unstimmigkeiten im laufenden Betrieb gibt und informiert die Kunden. So können Störungen schnell behoben werden. Präsentiert haben wir das benutzerfreundliche Frontend erstmals im Workshop der Anwendergemeinschaft „Mehrwertdienste, Technik und Implementierung“ am 6. Dezember in Kaiserslautern. Bei den kommenden Feldtests werden wir das Frontend einsetzen.