BMWi und BSI sind zuversichtlich: Der Rollout startet noch in diesem Jahr!

Am 25. September hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) das zweite Smart Meter Gateway zertifiziert. Und insgeheim hatte man gehofft, dass das dritte zertifizierte Gateway während der metering days, die gerade in Fulda stattfinden, folgen wird. Aber das war nicht der Fall. Dennoch: Die Verantwortlichen deuteten an, dass es bis Ende des Jahres soweit sein könnte. Der verpflichtende Rollout der intelligenten Messsysteme würde somit noch in diesem Jahr starten! Es wird Zeit, denn die Branche steht schon seit längerem in den Startlöchern, um neue Geschäftsmodelle mit den intelligenten Messsystemen in der Praxis umzusetzen.

Erst Mehrwertdienste ermöglichen den erfolgreichen Smart Meter Rollout

Mit den Smart Meter Gateways steht künftig eine hochsichere und hochverfügbare Infrastruktur zur Verfügung – nicht nur für die Datenübertragung, sondern auch für innovative Lösungen wie das Einspeise- und Lastmanagement sowie das Steuern von Erzeugungsanlagen, Speichern und Haushaltsgeräten. Für die wirtschaftliche Umsetzung des Rollouts reicht es nicht aus, lediglich Abrechnungsleistungen innerhalb der gesetzlichen Preisobergrenzen anzubieten. Als wettbewerbliche Messstellenbetreiber jedoch sind die Stadtwerke nicht an die Preisobergrenzen gebunden und können auch außerhalb des lokalen Netzes agieren. Sie können Mehrwertdienste anbieten, die den Kunden begeistern und gleichzeitig die Energiewende voranbringen: flexible Stromtarife oder Kombiprodukte aus Stromlieferung, Messdienstleistungen und Mehrwertprodukten. Vor allem mit der Visualisierung der Energiedaten im Webportal lassen sich interessante Mehrwertlösungen für Haushalts- und Gewerbekunden gestalten. Das Gewerbekundenportal zum Beispiel dient Firmen-, Filial- und Industriekunden als Energiemanagement-Tool für das Monitoring und Controlling der Verbräuche und ermöglicht den Vergleich der eigenen Filialen und Geschäftsstellen.

 

 

Smart Meter Rollout - Dienstleistungen für Stadtwerke und Messstellenbetreiber

Smart Meter Rollout: Sind die Stadtwerke startklar?

Der Rollout der intelligenten Messsysteme nimmt Fahrt auf. Seitdem das erste Smart Meter Gateway durch das BSI zertifiziert wurde, ist die Einführung der iMSys auch auf der Agenda der Stadtwerken nach oben gerutscht, trotz aller bisherigen Verzögerungen. Kommen die weiteren Zertifizierungen zu den metering days im Oktober? Man weiß es nicht… Auf jeden Fall gilt es jetzt, neben dem Tagesgeschäft die Systeme und Prozesse fit für den Rollout zu machen. Und – um den wirtschaftlichen Erfolg des Rollouts zu sichern – attraktive Mehrwertdienste mit hohem Kundennutzen zu entwickeln. Sind die Stadtwerke startklar?

Zusammenarbeit mit kompetenten Dienstleistern
Bei der Menge an komplexen Aufgaben, die sich aus dem Messstellenbetriebsgesetz ergeben, empfehlen wir eine Zusammenarbeit mit kompetenten Dienstleistern. Hier muss jedes Stadtwerk überlegen, welche Dienstleistungen es selbst erbringen und welche es auslagern möchte. Da die Anforderungen an IT-Systeme, Montage und Logistik eher komplex und innerhalb knapp bemessener Preisobergrenzen zu erfüllen sind, ist es gerade für kleine und mittlere Stadtwerke sinnvoll, diese Dienstleistungen extern zu vergeben. VOLTARIS bietet eine vollumfängliche System- und Produktlandschaft für den klassischen und intelligenten Messstellenbetrieb, mit modularen Lösungen entlang der kompletten Wertschöpfungskette des grundzuständigen und wettbewerblichen Messstellenbetreibers.

Wo macht eine Auslagerung noch Sinn?
Auch die Auslagerung der Gateway-Administration kann für Stadtwerke wirtschaftlicher sein, da die Anforderungen an Informationssicherheit und Datenschutz entsprechend hoch sind. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass sie durch die Beauftragung eines Dienstleisters keine eigene BSI-Zertifizierung benötigen. Um Engpässe bei der Auslieferung und Montage der neuen Zählertechnik zu vermeiden – man denke nur an den aufwändigen Bestell-, Liefer- und Inbetriebnahmeprozess der intelligenten Messsysteme – sollte auch hier auf einen externen Dienstleister zurückgegriffen werden. VOLTARIS bietet, neben dem Gerätemanagement, das Workforce-Management-System MOM an, das speziell für die Anforderungen der intelligenten Messsysteme und modernen Messeinrichtungen entwickelt wurde. Es unterstützt Monteure und Disponenten dabei, die Zähler-Montagen koordiniert durchzuführen und beinhaltet neben der Disposition auch die Erstellung der notwendigen Kundenanschreiben und die mobile Unterstützung des Montagepersonals vor Ort. Der Montageprozess kann damit von der Planung bis zur Inbetriebnahme vollständig elektronisch und qualitätsgesichert unterstützt werden.

Anwendergemeinschaft Messsystem
35 Energieversorgungsunternehmen und Netzbetreiber mit rund 1,2 Millionen Zählpunkten arbeiten mittlerweile in der VOLTARIS Anwendergemeinschaft Messsystem zusammen, um den intelligenten Messstellenbetrieb zu gestalten. In regelmäßigen Workshops geht es dabei nicht nur um Gerätetechnik, IT- Systeme und Prozesse, es werden auch Schulungen für Techniker und Monteure angeboten. Die Entwicklung von Mehrwertdiensten wie Mieterstrom, Mehrspartenauslesung und Submetering werden ebenfalls intensiv vorangetrieben und den Stadtwerke-Partnern als White Label Produkte zur Verfügung gestellt.

Die intelligenten Messsyteme sind Bausteine der Energiewende und ermöglichen eine effiziente Ladeinfrastruktur für Elektromobilität.

„Mein Elektroauto kommuniziert noch gar nicht mit dem Gateway“!?

Anfang 2017, Umfrage bei Passanten: „Smart Meter, ist das ein Auto?“

Anfang 2020, Anruf beim Energieversorger: „Mein Elektroauto kommuniziert noch gar nicht mit dem Smart Meter Gateway. Ich will doch aber wissen, wie viel Strom ich beim Fahren verbraucht habe!“

Sie sehen, die Digitalisierung wird die Branche vehement beleben. Der Kunde wird immer mehr zum aktiven Player im Energiemarkt. 2019 ist spannend und richtungsweisend: Der Smart Meter Rollout startet voraussichtlich im Herbst und ermöglicht interessante Mehrwertdienste. Energieversorger werden zu Energiedienstleistern, die Produkte mit Lösungen bündeln müssen, um im Wettbewerb die Nase vorn zu behalten. Nur mit dem Messstellenbetrieb allein lässt sich kein Geld verdienen.

Der Startschuss für den Rollout fällt – und wir haben viel vor!

Unsere Anwendergemeinschaft startet  demnächst den gemeinsamen Feldtest der intelligenten Messsysteme, der einen fließenden Übergang in den operativen Rollout ermöglicht – ohne separate Implementierungsprojekte. Derzeit werden die Betriebsprozesse für das intelligente Messwesen gestaltet, zum Beispiel das Montagekonzept. Die Anbindung der ERP-Systeme erfolgt in nach Herstellern geclusterten Arbeitsgruppen. In diesen setzen wir gemeinsam die unterschiedlichsten Schnittstellen zu Branchenlösungen um, z.B. SAP, SIV, Schleupen, Wilken und Neutrasoft. So können die Mitglieder von optimalen Skalen- und Synergieeffekten profitieren. Damit sind dann auch die technischen und prozessualen Grundlagen für die neuen Lösungen gelegt, die dem Kunden nutzen und die Energiewende nach vorne bringen.

Mehrwertdienste sind der Schlüssel zur Kundenbindung und – gewinnung.

Und genau darauf legen wir den Fokus: Die Entwicklung von Mehrwertdiensten wie Mehrspartenauslesung und Submetering (die verbrauchsabhängige Messung und Abrechnung von Wasser- und Heizkosten) werden wir intensiv vorantreiben und unseren Stadtwerke-Partnern als White Label Produkte anbieten. Wir begleiten unsere Kunden – mehr als 35 Netzbetreiber und Stadtwerke mit 1,2 Millionen  Zählpunkten  – während des gesamten Smart Meter Rollouts. In den regelmäßigen Workshops geht es dabei nicht nur um Schnittstellen, Systeme und Prozesse, es werden auch praxisorientierte Schulungen für Meister und Monteure angeboten. Als Teilnehmer profitieren Sie von praxisnahen Services, Mehrwertleistungen und modularen Angeboten.

Sehen Sie dem Rollout also rundum sorglos entgegen – mit uns als Full Service Dienstleister. Sie sind noch kein Teil unserer Anwendergemeinschaft? Interessierte Stadtwerke und Netzbetreiber können sich noch anschließen! Rufen Sie mich gerne an.

Submetering VOLTARIS - Gateway-Administration und intelligenter Messstellenbetrieb

Jetzt geht es los: Die Submetering-Pilotprojekte starten!

Das erste Gateway ist zertifiziert, die wettbewerblichen Messstellenbetreiber legen los mit dem Smart Meter Rollout und attraktiven Zusatzleistungen.  Energievertriebe können schon jetzt lohnende Kombiprodukte aus Stromlieferung, Messdienstleistungen und Mehrwertdiensten anbieten, zum Beispiel neue Tarifmodelle, die Visualisierung der Verbrauchsdaten oder – per Submetering – die automatisierte Heizkostenabrechnung

Wie funktioniert „Submetering“, die Untermessung?

Mit den intelligenten Messsystemen können Zählerdaten von Gas-, Wasser- und Wärmezählern automatisiert erfasst werden. Submetering bedeutet dabei, auch Untermessungen durchzuführen, also die Zählerdaten von Wohnungsstrom- und Wohnungswasserzählern oder Heizkostenverteilern zu messen. Mit diesen erfassten Daten lassen sich dann auch wohnungsweise Energiekosten-Abrechnungen realisieren. Das Submetering steigert somit die Prozesseffizienz, reduziert Kosten und vermeidet Ablesefehler. Das ist gerade für die Wohnungswirtschaft hochinteressant, denken Sie z.B. an Studentenwohnheime mit den ständigen Ein- und Auszügen.

Mehrwertdienste als White-Label-Produkte für Stadtwerke-Partner

Die Mehrspartenauslesung spielt aus unserer Sicht eine Schlüsselrolle im intelligenten Metering. Wir werden daher die Entwicklung von Mehrwertdiensten wie Mehrspartenauslesung und Submetering intensiv vorantreiben und unseren Stadtwerke-Partnern als White-Label-Produkte anbieten. Einer unserer Kooperationspartner dabei ist Zenner. Innerhalb unserer Anwendergemeinschaft Messsystem starten wir demnächst gemeinsam die ersten Submetering-Pilotprojekte. Wir gehen davon aus, dass wir im nächsten Workshop der Anwendergemeinschaft im April schon konkrete Lösungsansätze präsentieren können.

Die VOLTARIS Energieportale für Gewerbe- und Privatkunden sind durch ihre vielfältigen Analysetools hervorragend als langfristiges Kundenbindungstool geeignet.

Mehrwertdienste? Große Chance für Stadtwerke!

Die Branche steht in den Startlöchern, um die Energiewende endlich zu digitalisieren. Prozesse sind definiert, Lösungen entwickelt, in die erforderlichen ISMS- und BSI-Zertifizierungen wurde investiert. Doch die zertifizierten Gateways sind weiterhin nicht verfügbar, die Praxistests der intelligenten Messsysteme verzögern sich ebenso wie die Entwicklung passender Mehrwertdienste. Dazu kommt, dass branchenfremde Anbieter auf den Markt drängen und ihre nicht BSI-zertifizierten Geräte anbieten. Risiko und Chance zugleich für die örtlichen Stadtwerke. Die Chancen zeigen wir Ihnen im Folgenden auf:

Mehr als nur Abrechnungsleistungen gefragt

Mit dem großen Angebot an Mehrwertdiensten und Lösungen für das Submetering, das es bereits jetzt auf dem Markt gibt, stehen die Stadtwerke vor einer großen Herausforderung: Um mithalten zu können, stellen sich viele neu auf – neue Geschäftsprozesse werden definiert und gleichzeitig muss der Kundennutzen im Blick behalten werden. Doch auch kleinere Stadtwerke können Mehrwertdienste anbieten, von denen ihre Kunden profitieren können und die gleichzeitig die Energiewende voranbringen. Denn: Es reicht für die wirtschaftliche Umsetzung des Rollouts nicht aus, nur Abrechnungsleistungen innerhalb der gesetzlichen Preisobergrenzen anzubieten. Die Lösung? In Zusammenarbeit mit kompetenten Dienstleistern beispielsweise Kombiprodukte aus Stromlieferung, Messdienstleistung und Mehrwertprodukte mit verkaufen. Besonders interessant: Sie sind dabei nicht an die Preisobergrenzen gebunden und können ihre Leistungen auch außerhalb des lokalen Netzes anbieten.

Vorteil: Stadtwerke kennen die Branche
Welche Mehrwertlösungen lohnen sich für Haushalts- und Gewerbekunden? Mein Tipp: Verbräuche, Tarife und Kosten in Webportalen visualisieren. Ein weiterer Punkt ist, dass Immobilieneigentümer ab 2021 den Messstellenbetreiber für alle Stromzähler in ihrer Immobilie frei wählen dürfen. Auch hier haben die Stadtwerke Vorteile: Im Gegensatz zu den branchenfremden Wettbewerbern kennen sie die energiewirtschaftlichen Prozesse bereits seit langer Zeit. Als Messstellenbetreiber für Strom und Gas haben sie außerdem Zugriff auf die Zähler und bestehende Geschäftsbeziehungen mit den Haushaltskunden und der Wohnungswirtschaft.